Die Tigermücke ist eine kleine, aber gefährliche Insektenart, die ursprünglich aus Südostasien stammt. In den letzten Jahren hat sich die Tigermücke auch in Deutschland angesiedelt und sorgt zunehmend für Aufmerksamkeit. Sie kann Krankheiten übertragen und stellt deshalb ein ernstes Gesundheitsrisiko dar. In diesem Artikel erfährst du alles über die Tigermücke, ihre Lebensweise, ihre Gefahren und wie du dich wirksam vor ihr schützen kannst.
Was ist eine Tigermücke?
Die Tigermücke, auch bekannt als Aedes albopictus, ist eine schwarz-weiß gestreifte Stechmücke. Ihr auffälliges Muster hat ihr den Namen „Tigermücke“ eingebracht. Sie ist kleiner als eine normale Hausmücke, aber deutlich aggressiver. Außerdem ist sie tagaktiv, was bedeutet, dass sie Menschen nicht nur in der Dämmerung, sondern auch tagsüber sticht.
Herkunft und Verbreitung der Tigermücke
Ursprünglich stammt die Tigermücke aus tropischen Regionen Südostasiens. Durch den internationalen Handel – vor allem über den Transport von Autoreifen und Pflanzen – gelangte sie in viele Teile der Welt. In Europa wurde sie zuerst in Italien entdeckt und hat sich seitdem nach Norden ausgebreitet. Heute gibt es bestätigte Populationen der Tigermücke in Süddeutschland, besonders in Baden-Württemberg und Bayern.
Warum breitet sich die Tigermücke aus?

Der Klimawandel spielt eine entscheidende Rolle bei der Ausbreitung der Tigermücke. Milde Winter und feuchte Sommer schaffen ideale Lebensbedingungen für sie. Zudem findet die Tigermücke in Städten zahlreiche Brutplätze – von Regentonnen über Blumenuntersetzer bis zu alten Autoreifen. Dadurch kann sie sich leicht vermehren und überlebt auch in Regionen, in denen sie früher keine Chance hatte.
Lebensweise und Verhalten der Tigermücke
Die Tigermücke legt ihre Eier bevorzugt in stehendes Wasser. Schon kleinste Wasserpfützen reichen aus, damit sich ihre Larven entwickeln können. Sie ist tagaktiv und besonders an warmen, feuchten Tagen aktiv. Im Gegensatz zu anderen Mückenarten sticht die Tigermücke mehrmals hintereinander und bevorzugt menschliches Blut.
Tigermücke und ihre Gefahren für den Menschen
Die Tigermücke ist nicht nur lästig, sondern auch potenziell gefährlich. Sie kann gefährliche Krankheiten übertragen, darunter Dengue-Fieber, Zika-Virus und Chikungunya-Fieber. In tropischen Ländern sind diese Krankheiten weit verbreitet, und die Tigermücke gilt dort als Hauptüberträger. Auch wenn es in Deutschland bisher kaum Krankheitsfälle gibt, steigt das Risiko mit zunehmender Ausbreitung der Tigermücke.
Erste Anzeichen eines Tigermückenstichs
Ein Stich der Tigermücke ist oft schmerzhafter und juckender als der einer normalen Stechmücke. Die betroffene Stelle kann anschwellen, stark jucken und sich röten. Besonders bei empfindlicher Haut kann es zu einer allergischen Reaktion kommen. Wenn sich die Schwellung nicht nach einigen Tagen bessert, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Wie erkennt man die Tigermücke?
Die Tigermücke lässt sich leicht an ihrem markanten Aussehen erkennen. Sie hat schwarze Beine mit weißen Streifen und einen weißen Streifen auf dem Rücken. Im Vergleich zu anderen Mücken wirkt sie kompakter und fliegt langsamer. Ihre tagaktive Lebensweise macht sie zudem häufiger sichtbar als andere Arten.
Wo lebt die Tigermücke in Deutschland?
In Deutschland wurde die Tigermücke erstmals 2007 nachgewiesen. Heute gibt es stabile Populationen in mehreren Regionen, besonders im Süden. Städte wie Freiburg, Karlsruhe oder Heidelberg melden regelmäßig Sichtungen. Doch auch in anderen Bundesländern, etwa Hessen oder Nordrhein-Westfalen, wurden bereits einzelne Exemplare gefunden.
Tigermücke im Garten – was tun?
Wenn du in deinem Garten Tigermücken entdeckst, solltest du sofort handeln. Entferne alle möglichen Brutstätten, also stehendes Wasser in Eimern, Gießkannen oder Blumentöpfen. Du kannst außerdem spezielle Mückenfallen oder biologische Mittel einsetzen, um die Vermehrung zu stoppen. Wichtig ist, dass du konsequent vorgehst, da die Eier der Tigermücke wochenlang überleben können.
Wie kann man sich vor der Tigermücke schützen?
Es gibt verschiedene Maßnahmen, um sich vor der Tigermücke zu schützen. In erster Linie solltest du darauf achten, keine Brutplätze rund um dein Zuhause entstehen zu lassen. Außerdem helfen Mückenschutzmittel mit DEET oder Icaridin, um Stiche zu vermeiden. Lange Kleidung und Moskitonetze bieten zusätzlichen Schutz.
Tigermücke und der Klimawandel
Die zunehmende Verbreitung der Tigermücke ist ein deutliches Zeichen des Klimawandels. Höhere Durchschnittstemperaturen und veränderte Niederschlagsmuster schaffen ideale Bedingungen für ihr Überleben. Forscher warnen, dass sich die Tigermücke in den kommenden Jahren weiter nach Norden ausbreiten wird, wenn keine wirksamen Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Forschung und Bekämpfung der Tigermücke
In Deutschland laufen mehrere Forschungsprojekte, die sich mit der Bekämpfung der Tigermücke beschäftigen. Dazu gehören Fallen, biologische Bekämpfungsmethoden und die Überwachung durch Gesundheitsämter. Einige Städte setzen auch auf Bürgerbeteiligung, indem sie kostenlose Mückenfallen verteilen und die Bevölkerung aufklären.
Tigermücke und Haustiere
Nicht nur Menschen, sondern auch Haustiere können unter der Tigermücke leiden. Hunde und Katzen werden ebenfalls gestochen, was Juckreiz und Hautreizungen verursachen kann. In seltenen Fällen kann die Tigermücke auch Krankheiten auf Tiere übertragen. Daher ist es sinnvoll, auch Haustiere mit geeigneten Mückenschutzmitteln zu schützen.
Tigermücke – Mythos oder reale Gefahr?
Viele Menschen unterschätzen die Gefahr der Tigermücke oder halten sie für ein übertriebenes Thema. Doch Experten betonen, dass sie eine reale Bedrohung darstellt. In wärmeren Regionen Europas hat sie bereits Krankheitsausbrüche verursacht. Deshalb ist es wichtig, aufmerksam zu bleiben und vorbeugende Maßnahmen ernst zu nehmen.
Tigermücke und Reisen
Reisende sollten besonders vorsichtig sein, wenn sie in Länder reisen, in denen die Tigermücke Krankheiten überträgt. Nach ihrer Rückkehr können infizierte Personen theoretisch das Virus nach Deutschland bringen. Wenn eine Tigermücke diese Person sticht, kann sie das Virus weiterverbreiten. So entstehen potenzielle Infektionsketten.
Maßnahmen der Behörden gegen die Tigermücke
Gesundheitsbehörden in Deutschland beobachten die Ausbreitung der Tigermücke genau. Sie arbeiten mit internationalen Forschungsinstituten zusammen, um neue Methoden zur Kontrolle zu entwickeln. Dazu gehören regelmäßige Überwachungen und gezielte Bekämpfungsaktionen in betroffenen Gebieten.
Zukunftsausblick: Wird die Tigermücke bleiben?
Experten gehen davon aus, dass sich die Tigermücke dauerhaft in Mitteleuropa etablieren wird. Durch steigende Temperaturen und zunehmende Globalisierung wird sie in den nächsten Jahren weiter vordringen. Entscheidend wird sein, wie gut es gelingt, ihre Population zu kontrollieren und Krankheiten zu verhindern.
Fazit zur Tigermücke
Die Tigermücke ist mehr als nur eine lästige Mücke – sie ist ein Zeichen des Klimawandels und eine Herausforderung für die öffentliche Gesundheit. Durch Aufklärung, Prävention und konsequente Maßnahmen können wir ihr Wachstum bremsen. Jeder kann dazu beitragen, indem er mögliche Brutplätze vermeidet und sich schützt.
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Häufig gestellte Fragen zur Tigermücke
Die Tigermücke ist eine invasive Mückenart aus Asien, die Krankheiten wie Dengue- oder Zika-Fieber übertragen kann.
Sie ist vor allem in Süddeutschland verbreitet, besonders in Baden-Württemberg und Bayern, breitet sich aber weiter aus.
Stehendes Wasser vermeiden, Mückenfallen aufstellen und Schutzmittel verwenden helfen, die Tigermücke einzudämmen.
In Deutschland ist das Risiko derzeit gering, aber in wärmeren Regionen Europas hat die Tigermücke bereits Krankheiten übertragen.
Die betroffene Stelle kühlen, nicht kratzen und bei starker Schwellung einen Arzt aufsuchen.